book club edition: “ich, die ich männer nicht kannte”

In dieser Folge sprechen Jannik und Kara über „Ich, die ich Männer nicht kannte“ von Jacqueline Harpman - ein Buch, das uns mit 1000 Fragen zurücklässt… und so gut wie keiner Antwort.

Wir haben so viel über dieses Buch nachgedacht und landen bei den großen philosophischen Menschheitsfragen: Wie entwickelt sich Identität in Abwesenheit von Gesellschaft? Wie gehen wir damit um, dass es Regeln gibt, die wir nicht verstehen? Und was macht uns zu Menschen? Und wieso spielen Männer eine so große Rolle, obwohl sie abwesend sind? Dieser Roman zeigt außerdem ziemlich schonungslos, dass Wissen Macht ist - und führt uns vor Augen, wie ohnmächtig man sich fühlt, wenn man einfach nichts weiß.

Großes Thema ist dieses Mal auch die Sprache: reduziert, emotionslos, fast leer - und darin spiegelt sich irgendwie die trostlose Wüsten-Leere der Welt im Roman wider. Man liest und merkt, wie wenig da ist… und wie viel das trotzdem mit einem macht.

Ein Buch, das keine Antworten gibt, und einen gerade deshalb nicht in Ruhe lässt.

Außerdem: kleines Life-Update - wir reden über den 1. Mai in Berlin, das Rosalía-Konzert, unsere Live-Podcast-Folge und (wir können’s selbst kaum glauben) unser Billboard 👀

👉 Jetzt reinhören & gemeinsam ein bisschen ratlos sein.

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