book club edition: “In ihrem haus”

In dieser Folge sprechen wir über „In ihrem Haus“ von Yael van der Wouden, ein Roman, der ganz langsam Spannung aufbaut, bis wir merken: Hier geht es um viel mehr als nur ein Haus und was oder wer sich darin befindet.

Jannik und Kara sind sich einig: wir sind schnell mittendrin in einem dichten und unheimlich aufgeladenen Setting. Isabel und Eva könnten nicht unterschiedlicher sein. Und mit der Love Story, die sich zwischen den beiden entwickelt, hätte anfangs wirklich niemand gerechnet. Und dann wird’s euren Buchmäusen, wer hätte das denn gedacht, tatsächlich relativ schnell ein bisschen zu spicy #Kapitel10. Oder wie man so schön sagt: Die ausführlich beschriebene sexy time zwischen den beiden Protagonistinnen ist stellenweise ein touch too much. Bis es zum ultimativen Plot-Twist kommt, mit dem nun wirklich niemand gerechnet hätte… denn plötzlich sind wir in Evas Perspektive und erfahren, was sie eigentlich in Isabels Haus sucht.

Was umso mehr überzeugt, ist Yael van der Woudens Sprache. Ruhig, präzise und unglaublich eindringlich erzählt, mit literarischen Bildern, die hängen bleiben. Das Haus atmet, schläft, hat Geheimnisse und wird so zu einer der wichtigsten Figuren im Roman. Besonders stark: Wie die Schrecken der NS-Zeit hier ganz subtil und umso eindringlicher erzählt werden. Sie schieben sich uns langsam unter die Haut und am Ende bleiben viele Fragen. Nach Besitz, Begehren und Vergangenheit.

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